Mythen Ratten- und Mäuseabwehr

3 Mythen im Check

Sichere Tipps zur Abwehr von Mäusen und Ratten – oder doch nur Mythos?

Immer wieder hört und liest man von Methoden, mit deren Hilfe man Ratten und Mäuse erfolgreich vertreiben kann. Leider sind sie zur Vertreibung der lästigen Nager nicht geeignet.

Ultraschall gegen Nagetiere

Ultraschall-Geräte sollen eine „effektive“ Vertreibung gewährleisten. Dies ist weder wissenschaftlich erwiesen noch bis lang von Erfolg gekrönt. Im schlimmsten Fall kann der Einsatz dieser Geräte ihren Besitzern den Schlaf rauben, doch weder Maus noch Ratte aus dem Haus befördern.
Ausführlicher Artikel zum Thema Ultraschall

„Gift“ gegen Ratten und Mäuse - hier ist Vorsicht geboten

Der Einsatz toxischer Köder, umgangssprachlich als Gift bezeichnet, ist keine sicherer Methode, das Mäuse- oder Rattenproblem zu beseitigen. Die Präparate, die Verbraucher handelsüblich erwerben können, sind nicht zu vergleichen mit den Mitteln, auf die Schädlingsbekämpfer zurückgreifen können.

Ratten und Mäuse sind sehr schlau und fressen nicht alles. Sollte ein Tier von dem Präparat gefressen haben und verenden, meiden die anderen Nager der Kolonie das vermeintliche „Futter“. Zu beachten gilt auch, dass das Präparat nicht „wahllos“ verteilt wird, ganz nach dem Motto „viel hilft viel“. In den meisten Fällen führt das eher zu Vergiftungen bei Haustieren, Wildtieren oder auch dem Menschen.

Wichtig bei dieser Art der Bekämpfungsmethode ist es, die Laufwege und Aufenthaltsorte der Nagetiere zu erkennen und toxische Köder an den geeigneten Stellen außer Reichweite von Haustieren und Menschen anzubringen. Ein Kammerjäger ist hier die bessere Wahl, da er sich nicht nur mit den Verhaltensweisen der Tiere auskennt, sondern auch über qualitativ bessere Bekämpfungsmittel verfügt, als die, die ein Verbraucher erwerben kann.

Schadstofffrei mit Düften gegen Ratten und Mäuse

Ganz schonend dagegen soll der Einsatz von Düften sein, die Ratten und Mäuse nicht mögen: Angeblich meiden sie ein Grundstück, wenn man Dill, Bohnenkraut, Thymian und Knoblauch im Garten pflanzt.

Das ist jedoch schlicht und ergreifend Unsinn. Ratten leben in der Kanalisation und sind mit ganz anderen Düften konfrontiert, als dass sie der würzige Duft einiger Kräuter irritieren würde. Das Gute, was bleibt, sind wunderbare Kräuter, mit denen sich viele Gerichte abrunden lassen.

Ein ebenfalls oft zitierter Tipp, der sich hartnäckig im Internet hält: benutzte Katzenstreu. Hierbei handelt es sich einfach um Unsinn. Ebenso wie der Einsatz von Essig oder Pfefferminzöl. Diese Duftmarken stellen keine effektive Abwehr dar und gehören in den Bereich der Mythen. 

Es gilt nämlich folgendes: Damit die Maßnahmen ihre Wirkung entfalten können, müssen die Mäusestraßen und die Laufspuren der Ratten beträufelt oder mit Katzenstreu belegt werden. Es handelt sich also um einen räumlich sehr begrenzten Schutz. Ratte und Maus nehmen einfach einen anderen Weg.

Veröffentlicht vom 21.12.2023

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